Minimalistisch Reisen mit Handgepäck! – Packliste

4 Wochen Südamerika – nur mit Handgepäck! Was muss ich einpacken, was kann zu Hause bleiben?

In meinem letzten Artikel habe ich berichtet, wie ich das erste mal nur mit Handgepäck unterwegs war. In diesem Artikel wird es nun konkret und ich stelle dir meine Packliste vor.

Vorher recherchieren

Die wichtigste Vorbereitung ist das Wetter abzuchecken, sowohl Wettervorhersage als auch Erfahrungswerte (in diesem Fall meiner Südamerika-Reise von meinem guten Freund Felix). So war ich einigermaßen darauf vorbereitet, dass ich jegliches Wetter zwischen heißem Strandklima und kühlem Gebirge zu erwarten hatte. Regen inklusive.

Beim Packen habe ich darauf geachtet, dass alles in meinen Rucksack Tatonka Flight Barrel* mit 35 Litern passt. Mittlerweile kann ich den Osprey Farpoint 40* noch deutlich mehr empfehlen. Unabhängig davon, welchen Rucksack genau ich verwendet habe, war ich ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass es mir so leicht gefallen ist, alles in einem Handgepäckrucksack unter zu bekommen! In diesem Artikel liste ich alles auf, was ich dabei hatte. Also auch die Sachen, die ich auf dem Flug an und bei mir getragen haben. Hier kommen die Details:


Klamotten:

1 Fleecejacke
1 Regenjacke
2 lange Leggings
2 kurze Hosen
3 Funktionstops
2 T-Shirts
1 Langarmshirt
1 Baumwoll-Schlafshirt
2 Baumwollschlafhosen
7 Unterhosen
2 Sport-BHs
5 Paar Socken
1 Pareo *
1 Schlauch-Halstuch *
1 Paar weiße Armlinge (zum Sonnenschutz, s.u.)
1 Bikini
1 Paar Turnschuhe (Nike Free)
1 Paar Flip-Flops

Diverses:

großes Handtuch (Mikrofaser)
mittelgroßes Handtuch (Mikrofaser)
Waschlappen (Mikrofaser)
luftdichter Packsack (für Dreckwäsche & Handwäsche) *
Schlafmaske, Ohropax
Schirmmütze *, Sonnenbrille
Fächer
kleiner Rucksack als Daypack (10 l)
Wasserdichte, kleine Tasche für den Strand
Dokumenten-Bauchtasche
Reisepass
Portemonnaie
Kopie der Reiseunterlagen (digital & als Ausdruck)
Notizbuch, Kuli
Reiseyogamatte
Theraband
Reisekopfkissen *
Das allerbeste Nackenkissen * für Flug & Busfahrten
„Seidenschlafsack“ (Inlay falls die Betten nicht die saubersten sind 😀 ) aus CoolMax

Kosmetik & Drogerie:

Zahnbürste
Zahnpasta: Denttabs & Zahnpulver von Lush
Zahnseide
Alepposeife (zum Duschen, Haarewaschen, Händewaschen, Rasieren) *
Seifenschale
Rasierer & Ersatzklingen
Sheabutter (Für die Haut- & Haarpflege) *
Paracetamol
Ruby Cup, Menstruationstasse (Alternative zu Tampons) *
Erfrischungstücher
Nagelknipser, Nagelfeile
Knirschschiene
Kamm, Haargummis, Klammern
Flüssigwaschmittel
KEINE SCHMINKE 😀

Elektronik:

Kamera *, Ersatzakku, Ladekabel
externe Festplatte *
Handy, Ladekabel
Tablet (fungiert auch als eReader), Ladekabel
Steckdosenadapter
Kopfhörer
Stirnlampe (erstaunlich nützlich!)


Was hat gefehlt?

Erstaunlicherweise nichts. Das einzige, was ich unterwegs gebraucht habe und nicht dabei hatte, war ein Mückenspray. Das habe ich vor Ort gekauft – so wie die Einheimischen auch.

Was war zu viel?

Einiges erstaunlicherweise. Zum Beispiel das Langarmshirt, das zweite T-Shirt, die Sonnenbrille (die Mütze war ausreichend), das viele Flüssigwaschmittel, die viele Sheabutter (meine Haut war so wunderbar weich und gepflegt im tollen Klima von Südamerika!!! 🙂 ). Den Seidenschlafsack habe ich auch nur in einer Unterkunft gebraucht – diese eine Unterkunft war sehr dreckig, es waren überall viele (Scham-)Haare. Sand wie zum Beispiel im Surferhostel, stört mich eigentlich nicht. Heute würde ich nur noch hygienisch saubere und sichere Unterkünfte wählen 🙂

Was war der unerwartete Star?

Armlinge & T-Shirt zum Sonnenschutz – zusammen mit dem Pareo über Kopf und Schultern war ich so perfekt geschützt, selbst in der „Wüste“ von Chan-Chan, wo sich die anderen echt gequält haben 🙂 Außerdem war ich überrascht, wie praktisch die Stirnlampe war. Und ich war sehr froh über mein aufblasbares Kissen.

FAZIT:

Ich würde jederzeit wieder mit Handgepäck vereisen und bin mir sicher, dass ich wieder nichts vermissen würde. Die Reise war dank des kleinen Gepäcks um einiges einfacher und stressärmer 🙂 Ich kann es sehr empfehlen!

P.S.: Was würde ich anders machen?

Heute, fast 3 Jahre später, beschäftigt mich das Thema Plastik und Mikroplastik sehr. Ich war überrascht, als ich erfahren habe, dass beim Waschen von Funktionskleidung & Co. kleinste Plastikpartikel ins Wasser gelangen. Das beste Mittel dagegen: Keine „Plastik-Klamotten“ tragen. Mittlerweile versuche ich, immer mehr faire Kleidung aus Baumwolle und immer weniger aus Mikrofaser zu tragen.


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